Genius Loci
Der Geist des Ortes

 
 

OBEN
Bergsteigen

Bergsteigen
Bergfahrten
Hannibal Hannibal

Der 2. Punische Krieg : 218-201 v. Chr. Die erste und bis jetzt auch wohl kühnste Bergexpedition starte, wenn auch kriegerisch, 218 v. Christi, unter Hannibal. Mit 9000 Soldaten aus Afrika und Spanien, die nie zuvor Gletscher gesehen hatten, 37 Elefanten und seiner gesammten Reiterei, überquerte er die Alpen südlich des Mont Blanc. Die Auseinandersetzung gipfelte in der berühmten Schlacht von Cannae.

Mont Blanc
Der Mont Blanc

Jacques Balmat und Michel - Gabriel Paccard erstiegen am 7. August 1786 als erste Menschen den Gipfel des Mont Blanc. Ein Jahr später, am 3. August 1787 erreichte Horace Bénédict de Saussure ebenfalls den Gipfel. Er beobachtete den Puls der Bergführer, mass Luftdruck und Temperatur und füllte Luft in Flaschen. Das Tor zu den Bergen stand nun offen.

Whymper und das Matterhorn
Matterhorn

Das zähe Ringen um das Matterhorn endet mit der Erstbesteigung des Berges durch eine Seilschaft um Edward Whymper am 14.07.1865, von der vier Bergsteiger nicht zurückkehren. Der Mitbewerber Jean Antoine Carrel hat das Nachsehen. Mit der Ersteigung des Matterhorns endet 1865 die Zeit der großen Erstbesteigungen und die sogenannten Goldenen Jahre des Alpinismus

George Mallory
Der Mythos Mallory

George Mallory und sein Partner Andrew Irvine brechen am 8.06.1924 zum Gipfel des Mount Everest auf. Auf einer Höhe von ca. 8600 Metern werden Sie ein letztes mal gesehen, nur 250 m vom Gipfel entfernt. Beide kehren nie zurück. Was geschah an diesem Tag? Wie kamen die beiden Bergsteiger uns Leben? Haben Sie den Gipfel vor Tensing Norgay und Edmund Hillary erreicht? Eine Suchex-pedition fand im Frühjahr 1999 Mallorys Leiche auf einer Höhe von 8240 m. Die Gipfelfrage ist bis heute nicht geklärt.

Kurt Diemberger, Maurice Herzog, Louis Lachenal, Herman Buhl
Zum dritten Pol
Das Jahrzent der Achttausender

Mit der Annapurna (8078 m) ersteigen am 3.06.1950 die Franzosen Maurice Herzog und Louis Lachenal zum ersten mal Menschen einen Berg mit einer Höhe von über 8000 Meter. Der Preis der Besteigung war hoch: Herzog verlor durch Erfrirrungen sämtliche Finger und Zehen. Innerhalb dieses Jahrzents wurden dreizehn der viezehn Achttausender erstbestiegen. Technische Entwicklungen trugen dazu bei, dass Aufstiege in diese Höhen leichter wurden (Strickleitern, Eischrauben u.a.). Weitere herausragende Bergsteiger dieser Zeit waren Hermann Buhl, der in einem 40 Stunden dauernden Alleingang 1953 den Nanga Parbat bestieg, Kurt Diemberger (Broad Peak, 1957), Lionel Terray (Fitz Roy, 1952), Achille Compagnoni (K2, 1954) uva.

Direttissima
Die Direttissima

Die Entwicklung des Bergsteigens ging weiter. Man begann nun, begünstigt durch neue Materialien, schwierigste Routen, auch im Winter zu klettern. 1961 durchstieg eine Seilschaft um Toni Hiebeler die Eiger-Nordwand im Winter, im Januar 1963 wurde der Walker-Pfieler an den Grandes-Jorasses von einer Seilschaft um Walter Bonatti bestiegen.

Der Wandel im Denken

Der Humanismus verändert das Verhältnis von Mensch zur Natur. Der italienische Dichter, Universalgelehrte, Poet und Frauenliebhaber Francesco Petrarca besteigt 1336 den Mont Ventoux, beflügelt "von der Begierde, die ungewöhnliche Höhe dieses Fleckens Erde durch Augenschein kennen zu lernen". Nicht als Maler, sondern als Wissen-schaftler stieg Leonardo da Vinci ins Gebirge. Er hatte den Gedanken, das über die italienischen Berge , die jetzt von Vögeln überflogen würden, früher Fischschwärme gezogen sein könnten.

Alexander v. Humboldt
Alexander von Humboldt

Am 5 Juni 1799 brach der Berliner Naturforscher Alexander v. Humboldt zu seiner mehr als fünf Jahre dauernden amerikanische Reise auf. Er bestieg mehrere Vulkane. Am Cotopaxi, den er mit "an Schönheit und Regelmäßigkeit der Kegelform unübertrefflich" beschreibt, erreicht er fast 4550 m. Am Chimborazo, den er für den höchsten Berg der Erde hielt, erreichte Humboldt nach seinen, heute nicht mehr unumstrittenen Angaben, in Straßenschuhen eine Höhe von 5878 m. Der Forschungsbericht seiner Reise umfaßt 23 Bände.

Himalaya
Der Himalaya

Unter der Leitung des Herzogs der Abruzzen, Luigi di Savoia, erreichte eine italienische Expedition mit 360 Trägern, 1909 den Fuß des K2. Unter den Expeditionsteilnehmern befand sich auch Vittorio Sella, Begründer der Bergfoto-grafie. Die Expedtion erreicht an der Chogolisa eine Höhe von 7500 Meter.

Eiger-Nordwand
Die WEISSE SPINNE

"Das letzte große Problem" der Alpen war die Eiger-Nordwand. Zwei Seilschaften, bestehend aus den Bergsteigern Hein-rich Harrer und Fritz Kasparek, sowie Anderl Heckmeier und Ludwig Vörg, schlossen sich zu jener legendären Seilschaft zusammen, die nach 4 Tagen kletterns in brüchigem, vereisten Fels im Juli 1938 den Gipfel erreichten. Das letzte große Problem der Alpen war gelöst!

Tensing Norgay
"Weil er da ist"

Der Sherpa Tensing Norgay und der Neuseeländer Edmund Hillary erreichen am 29.05.1953 den Gipfel des Mount Everest bei traumhaft ruhigem Wetter. Der höchste Berg der Welt war damit bestiegen.

Reinhold Messner
"Überlebt"
Reinhold Messner

Es klingt wie erlösender Aufschrei, als habe er eine große Last abgeworfen. "Überlebt". 1978 gelang Reinhold Mess-ner und Peter Habeler die Besteigung des Mount Everest ohne Sauerstoff. Diese Besteigung war richtungsweisend für die weitere Entwicklung des Bergsteigens. 1987 hat Reinhold Messner "by fair means", in seiner eigenen Art und Philosophie, dem Klettern ohne Hilfs-mittel, ohne zusätzlichen Sauerstoff, alle vierzehn Achttausender bestiegen. Seine Art zu klettern war neu: er suchte den Weg auf die höchsten Berge allein oder in Kleinstexpeditionen, zu zweit, zu dritt.

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