 Der Geist des Ortes
| | |  OBEN | |  | chon im 19. Jahrhundert versuchten erste Expeditionen, die höchsten Berge der Welt im Himalaya zu erreichen .Es waren Expeditionsteams im Auftrag der britischen Vermessungsbehörde, die hervorragende Pioniertaten vollbrachten und Sechs- und Siebentausender bestiegen. | | 1909 brach eine gutausgerüstete, italienische Expedition unter der Leitung von Luigi Amedo, Herzog der Abruzzen, zum 8611 Meter hohen K2 auf. Der Herzog wurde von sehr erfahrenen Bergführern aus dem Aostatal begleitet, unter ihnen auch der Fotograf und Bergführer Vittorio Sella. | | Aber erst nach dem Ende des Ersten Weltkiegs, nahmen diese Versuche ernsthaftere Formen an, wobei die Briten wieder federführend waren. In den Jahren 1921 und 1922 erreichten zwei Expeditionen den Mount Everest, wobei hier schon die magische Höhe von 8000 Meter überschritten wurde. | | Zwei Jahre später, 1924, kamen George Mallory und Andrew Irvine, beim Versuch den Gipfel des Mount Everest zu erreichen ums Leben. |  Baltoro-Gletscher. Fotografie von V. Sella | Deutsche Expedtionen versuchten sich 30 Jahre später vergeblich am Nanga Parbat (8125 m). Als ersten Achttausender bestiegen die Franzosen Maurice Herzog und Louis Lachenal 1950 die 8091 Meter hohe Annapurna. Beim Abstieg erfroren Herzog die Finger und Lachenal die Zehen. | | Schweizer Bergsteiger erschienen nun im Himalaya und versuchten, wie die ebenfalls aktiven Engländer, den Gipfel des Mount Everest zu erreichen. Am 29.05.1953 standen dann mit Tensing Norgay und Edmund Hillary die ersten Menschen auf dem höchsten Punkt der Erde. Im gleichen Jahr erreichrte der österreicher Herrman Buhl allein den Gipfel des Nanga Parbat. | | Den österreicherischen Bergsteigern S. Larch, H. Willenpart und F. Moravec gelang 1956 die Erstbesteigung des Gasherbrum II (8035 m). Ein Jahr darauf erreichte eine Vier-Mann-Expedition mit Herrmann Buhl und Kurt Diemberger im Alpinstiel den Gipfel des Broad Peak (8068m). 1958 bestieg Pete Shoening mit Andy Kaufmann den Gipfel des Hidden Peak (8068 m). | | Allein der zweitniedrigste Achttausender, der Shisha Pagma (8046 m), musste bis 1964 warten: Er wurde von einem chinesischen Team unter Leitung von Hsu Ching ertbestiegen. Mitte der sechziger Jahre begann auch auf dem Dach der Welt die "sportliche" Zeit , welche die klassische Bersteigerei und die Zeit der grossen und aufwendigen Expeditionen ablöste. |  Herrmann Buhl an der Chogolisa | | Seither geht es nicht mehr allein um das Besteigen des Gipfels, sondern darum, auf bisher unbegangenen Routen, durch gewaltige Felswände und schwierigste Grate aufzusteigen, vor allem, wie Reinhold Messner es als erster vorexerzierte, in Kleinexpeditionen und Alleingängen. Messner und sein österreichischer Seilgefährte Peter Habeler bewiesen 1987, dass der Everest-Gipfel auch ohne künstlichen Sauerstoff erreichbar ist. Zwei Jahre später schaffte Messner den den Alleingang auf | |
den höchsten Berg der Erde. 1986
hatte er als erster - nur wenig früher als der Pole Jezy Kukucza
- alle 14 Achttausender bestiegen. Als dritter schaffte dies im
Sommer 1995 der Schweizer Erhard Loretan.
siehe auch: Schöpfungsmythen
aus dem Himalaya
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