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SadhuHinduismus


"Ein Mensch des Wissens (samkhyas) nennt es 'Erkenntnis des Selbst ', während ein Gläubiger des Gottes Shiva es als 'Kraft' (Shakti) bezeichnet und wir als höchste Verehrung des Selbst.."
(J. 18-1205)

induismus ist ein Sammelname für eine Vielzahl indischer Religionsformen. Vor mehr als 3000 Jahren entwickelte er sich in Indien durch die Vermischung religiöser Ideen der Ureinwohner mit eindringenden Ariern. Der Hinduismus hat keinen Religionsstifter, kennt

keine regulierende geistliche Instanz, hat kein verbindliches Dogma und kein eigentliches Zentrum.

Es gibt kaum gemeinsame Riten und Richtlinien, die für alle Hindus Gültigkeit hätten. In dieser Religion gibt es keinen Weltschöpfer, also weder einen Anfang noch ein Ende; alles unterliegt dem Dharma, dem ewigen Weltgesetz, dem unaufhaltbaren und nichtbeeinflußbaren Kreislauf von Werden und Vergehen. Der Hinduismus entwickelt sich aus sich selbst. Immer wieder traten und treten weise, heilige Männer, große Denker auf, die sich mitteilen und die Wahrheit neu verkünden, der Religion neue Impulse geben.

Es gibt eine große Zahl an heiligen Schrif-ten, wie die Veden oder die Upanischaden. Sie sind ein wichtiger Bestandteil der Religion, haben aber für den gläubigen Hindu nicht die ver-bindliche Wichtigkeit wie zum Beispiel für die Muslime der Koran oder für die Christen die Bibel. Es liegt in der Hand eines jeden einzelnen Menschen, welchen Weg er wählt.

Krishna
Krishna

Der Hinduismus ist eine tolerante Religion, die es jedem Menschen freistellt, ob er viele Götter, einen Fluß, einen Berg oder nur zu einen Gott betet. Wesentlich wichtiger ist der Glaube an die Seelenwanderung oder Wieder-verkörperung, wobei in dem jeweiligen Leben die Taten und das Handeln des Menschen, also das Karma , dafür bestimment sind, als was die Seele im nächsten Leben wiedergeboren wird.

Sein Erdenschiksal ist die Folge von guten oder schlechten Taten, seinen Gedanken und seines Handelns in den früheren Leben. Zen-

traler Punkt der Wiederverkörperungslehre ist die Frage nach der Befreiung aus diesem Daseinskreislauf. Die Einzelseele, Atman, ist nur ein Teil der Weltseele, Brahman. Höchstes Ziel ist nun die Unterbrechung dieses Kreislaufs und die Vereinigung mit Brahman. Diese Befreiung ist möglich durch Erkenntnis, Begierdelosigkeit, Askese, ferner helfen Meditation und Yoga.

Fast alle Hindus erkennen die religiöse Bedeutung des Kastensystems ge-nannten Sozialordnung an, wobei jeder Kaste bestimmte Formen des sozialen und religiösen Lebens eigen sind. Man gehört zu einer Kaste nicht auf Grund einer religiösen Überzeugung, sondern durch seine Geburt.

Shiva
Shiva

Der Hinduismus kennt eine vielzahl an Gottheiten. Alle repräsentieren einen Aspekt Gottes. Die wichtigsten sind neben Brahman (Weltschöpfer), Shiva (Zerstörer) und Vishnu (Erhalter). Shiva wird meist durch das Linga , ein phallisches Symbol, symbolisiert. Neben diesen Gottheiten wird eine große Zahl weiterer Götter verehrt: So ist die Glücksgöttin Lakshmî Gemahlin des Vishnu und der Elefantenköpfige Ganesha ein Sohn des Shiva und seiner Gemahlin Parvati.

Bereits im 5. Jahrhundert n. Chr. sind Lehren des tantrischen Hinduismus nachweisbar. Tantra heißt im Hinduismus sowohl ein zusammen-hängendes System von Riten und Zermonien, das nicht vedischen Ursprungs ist. Ziel des Tantrismus ist wieder die Erlösung und die geistige Vervollkommnung.

OM SAI RAM

 


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