 Der Geist des Ortes
| | |  OBEN | |  | slam ist der Name der von Mohamed gegründeten Religion, sowie des gesammten damit verbundenen politischen Systems. Islam bedeutet in den ältesten Stücken des Koran die bedingungslose "Ergebung" in Gottes Willen, entwickelte sich dann aber zur im Koran verkündeten Lehre. | | Der um 570 in Mekka geborene Mohamed war ohne Frage eine überragende Persöhnlichkeit von größter Willenskraft und suggestiver Ausstrahlung. Dadurch, das Mohamed in den letzten Jahren seines Lebens als Staatsoberhaupt fungierte, wurde der Islam zu einem komplexen System das religiöse, gesellschaftliche und sogar militärische Elemente einschließt und dahin tentiert, für alle Belange, auch die alltäglichsten, Verhaltensnormen zu schaffen, die mehr oder weniger direkt aus Gottes Wort ableitbar sind. |  | Der Koran ist die Gesammtheit aller der von Mohamed empfangenen Offenbarungstexte. Er besteht aus 114 Suren verschiedener Länge. Die wichtigsten inhaltlichen Elemente des Koran sind Predigt, Polemik und gesetzliche Regelungen. Im Ganzen offenbart der Koran das Denken und die innere Entwicklung des Propheten. Traditionen bilden eine wichtige Ergänzung des Koran in den Fragen der religiösen Verrichtung und der praktischen Lebensgestaltung. Sie schließen die im Koran gelassenen Lücken. Der Islam verkündet die reinste Form des Monotheismus. Allah ist der eine Gott; er ist unteilbar und hat niemand neben sich. Er ist unvergleichlich und nichts ist ihm auch nur ähnlich. Nichts | | geschieht ohne seinen Willen. Alle Propheten, von Adam über Abraham, bis hin zu Mohamed sind die Propheten, an die der Muslim glaubt und die er ohne Unterschied verehrt. | | Die "fünf Säulen des Islam" werden als die Hauptpflicheten des Gläubigen bezeichnet. Es sind 1. das Glaubensbekenntnis, 2. das rituelle Gebet, 3 .das Almosen geben, 4. das fasten im Monat Ramadan und 5. die Wallfahrt nach Mekka. | | Der Islam erreichte die Täler des Himalaya während seiner Ausbreitung auf dem indischen Kontinent. Die Muslime gelangten bis zum Ende des 12. Jahrhunderts bis nach Westtibet, 150 Jahre später sogar bis ins schwer zugänglich Nepal, wobei ihre Heere eine vielzahl an Heiligtümern im Katmandu-Tal zerstörten. In der heutigen Zeit sind die Bevölkerung in Kaschmir, im gesamten Karakorum und in Teilen Ladakhs islamischen Glaubens. Zu ihnen gehören Suniten, Schiiten und Ismailiten, die hauptsächlich den Nord-Westen des Karakorum, die Gegend um Hunza, bewohnen. |
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