 Der Geist des Ortes
| | |  OBEN | |  | er Arunachala ist mit einer Höhe von ca. 980 m einer der heiligsten Berge des hinduistischen Indiens und erhebt sich über der südindischen Stadt Tiruvannamalai, ca. 150 km entfernt von Madaras. Sein kahler Kegel aus rötlichem Vulkangestein gehört zu den ältesten | |
indischen Gesteinsformationen und war Aufenthaltsort
von Sri Ramana Maharshi, "einem der größten indischen
Meister", und ist noch heute Kultstätte der jährlichen
Licht- Manifestation Shivas.
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Der Name Arunachala, was übersetzt soviel wie "Hügel
des Lichts" bedeutet ( aruna = Licht oder Morgenröte, achala
= Hügel), bezieht sich auf das "Göttliche Licht Shivas".
Dieses physisch nicht erfassbare Licht soll den Berg wie eine Aura
umgeben. Der Arunachala wird schon seit Urzeiten mit einem nicht
von Menschen geschaffenen Shiva-Lingam, einem die Schöpferkraft
Shivas symbolisierenden Phallussymbol, identifiziert und weist in
diesem Zusammenhang durchaus Parallelen mit dem Kailash
auf - die Heiligkeit des Arunachala soll von den örtlichen
Priestern höher als die des Kailash eingeschätzt werden.
| | Bei Besteigung des Gipfels gelangt der Pilger auf halber Höhe zu einem Ort mit Namen Yelu Sunai, "sieben Quellen". Von hier aus ist es nur noch etwa eine Stunde Weges bis zum Gipfel, auf dem sich eine schwarze, russüberzogene Plattform befindet, auf der seit Jahrhunderten zu Festtagen rituelle Feuer entzündet werden. |  Arunachala | | Zu Ehren Shivas, in Erinnerung an sein Erscheinen auf dem Gipfel als Feuersäule, feiern die Gläubigen in einer Vollmondnacht Ende November, Anfang Dezember, auf dem Gipfel und | | im Tempel am Fuss des Berges ein grosses Fest. Zuvor wurden von Brahmanen in der Morgendämmerung Krüge voller Öl und geklärter Butter auf dem Gipfel sowie im Tempel selbst und in den angrenzenden Kapellen deponiert. Am Abend dann, in dem Moment in dem die Sonne hinter dem Horizont versinkt und der volle Mond aufsteigt, werden auf dem Gipfel und in den Tempeln gleichzeitig die Feuer entfacht. "Arunachala, " so Ramana Maharshi," ist das Herz der Welt, ist Shiva selbst. So wie wir uns mit dem Körper identifizieren, so identifiziert sich Shiva, die Höchste Wahrheit, mit dem Berg. Es geschieht aus Liebe zu denjenigen, die Ihn zu erkennen suchen, daß Shiva sich in der Form eines Berges sichtbar macht. Der Sucher findet Rat und Trost in seiner Nähe." |  Shri Ramana Maharshi | Venkataraman, so der ursprünglicher Name Shri Ramana Maharshi (1879-1950), einer der wahrhaftig erleuchteten Weisen, die Indien hervorbrachte, war ein großer Jnana Yogi (Yoga des Wissens) und bedeutender Lehrer des Advaita - Vedanta. 1879 in Madurai geboren, geriet Maharshi, "Grosser Seher", schon in seiner Jugend mit dem 17. Lebensjahr in den Bann des Berges, an dem er 58 Jahre seines Lebens verbringen sollte. | | In der ersten Zeit meditierte er im dortigen Tempel des Arunachaleshvara Shiva in Tiruvannamalai, wobei er beständig schwieg. Allmählich sammelten sich spirituelle Sucher um ihn. Einige Jahre später wählte er die Virupaksha-Höhle am heiligen Berge Arunachala zu seinem Aufenthalt. Um den Menschen zu helfen, die bei ihm um spirituellen Rat nachsuchten, begann er, seine Erfahrungen zu vermitteln. Seine Schüler gaben ihm den Namen Ramana. 1916 stießen seine Mutter und sein Bruder Nagasundaram zu ihm, die unter seinem Einfluss ebenfalls | | zu Sannyasins wurden. Allmählich entstand ein Ashram, zunächst an der Höhle, später etwas oberhalb am Arunachala, unter dem Namen Skanda Ashram. Nachdem seine Mutter 1922 gestorben war, wurde an ihrem Grab ein Schrein gebaut. Einige Zeit später entstand dort der Shri Ramana Ashram. | | Im Westen bekannt wurde Ramana Maharshi durch die Bücher des englischen Journalisten Paul Brunton alias Raphael Hurst. Bei seinem jahrelangen Aufenthalt in Indien lernte er den grossen Heiligen Sri Ramana Maharshi kennen und lebte einige Zeit in der Nähe seines Ashrams. | | Zu Füssen des Berges befindet sich eines der bedeutendsten Shiva-Heiligtümer Südindiens, der grosse Arunacalesvara-Tempel. Es gilt als eines der ältesten Heiligtümer und wurde von den Herrschern der Cola-Dynastie (7. - 13 Jh. ) über die Jahrhunderte erbaut. Ausgerichtet an den vier Himmelsrichtungen, überragen vier grosse Tortürme das eigentliche Heiligtum im Zentrum des Tempels. |  Arunacalesvara-Tempel | | Namen: Arunachala, Aruna Giri, Trinomali. |  | | "Arunachala ist ein verborgener heiliger Ort. Er ist immer vergleichsweise wenig bekannt geblieben. Der Berg verleiht Selbsterkenntnis, Jnana, aber die meisten Menschen haben andere, stärkere Begierden und suchen nicht wirklich dieses tiefe Wissen. Oh Arunachala, Du entwurzelst das Ego derjenigen, die an Dich in ihrem Herzen denken." Sri Ramana Maharshi |
 | LINK zun Thema | | Webseite der Ramana Maharshi-Vereinigung Link:Bhagavan Sri Ramana Maharshi | | | emmet.de ist nicht für die Inhalte externer Webseiten verantwortlich | 
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| | Quelle: Internet; Evans-Wentz,W.Y., Cuchama, Sphinx; Gratzl, K., Mythos Berg, Hollinek | |