 Der Geist des Ortes
| | |  OBEN | |  | er Uluru oder Ayers Rock markiert mit seinen 348 Metern Höhe und 9 Kilometer Umfang fast die Mitte Australiens. Es scheint, als hätte der Erschaffer der Traum- | | | zeit in der Mythologie der australischen Ureinwohnern, den Platz mit bedacht ausgewählt. Der größte Monolith der Welt ist schon von weitem sichtbar, und den Aborigines, den australischen Ureinwohnern, seit Menschengedenken heilig. | |
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Der Uluru, übersetzt "schattiger Platz". ist der heilige Berg der
Anangus, einem Aborigines-Clan aus Zentralaustralien. Für Sie
ist der Berg derart heilig, das über gewisse Orte am Berg,
wie zum Beispiel Höhlen, Ritzen oder Wasserlöcher, untereinander
nicht gesprochen werden darf, geschweige denn mit Touristen.
| | Während der Traumzeit "Lalei" wur-den nach dem Glauben der australischen Ureinwohner, die Menschen, Tiere und die Landschaft durch mythische Wesen ge- formt. Durch die Bewegung dieser Wesen erhielt die anfänglich flache Erde ihre Form, so entstanden Berg, Täler, Wüsten und Wälder. Letztendlich wurde ein Teil dieser Wesen eins mit der Welt und verwandelten sich in das, was sie erschaffen hatten: Berge, Steine und Bäume. |  Luftaufname der Uluru | | So entstanden heilige Orte wie z. B.der Ayers Rock und der Olgas (Kata Tjuta). Durch Traumpfade sind diese heiligen Orte auf dem ganzen Kontinent miteinander verbunden und werden auch in heutiger Zeit noch während religiöser Zeremonien abgegangen. Gefunden werden diese Pfade mittels "Songlines", die die Fußabdrücke der Ahnen darstellen. |  | Das Gebiet um den Uluru ist mittlerweile ein Nationalpark und wird von Aborigines und Regierungs-vertretern zusammen geleitet. Die Besteigung des Felsens ist dabei immer noch ein Streitpunkt. Begehungen wurden von den Ureinwohner nur als heilige Handlung bei religiösen Zeremonien durchgeführt, waren aber seitens der Regierung eine Auflage, da der Ayers Rock eine der wichtigsten Touristenattraktionen des Landes darstellt. Für die Anangus sind diese Besteigungen ein erhebliches Problem, da ihrem Glauben nach die Heiligkeit dieses Ortes nachhaltig gestört wird. | | Die Bedeutung des Felsen für die Ureinwohner ist übrigens vergleichbar mit dem Petersdom oder Mekka. Von den rund 450 000 Besuchern des Nationalparks steigen jährlich 300 000 auf den Felsen und treten das Heiligtum so im wahrsten Sinne des Wortes mit Füßen. So wollen die Ureinwohner ein generelles Besteigungsverbot des Uluru. | | Ein Gefühl dafür, warum der Berg so heilig ist, vermittelt eigentlich nur eine Wanderung um ihn. So sieht der Wanderer Höhlen, Wasserstellen und andere Heiligtümer und erfährt, wie die Ureinwohner gelebt haben. Ein T-Shirt mit dem Aufdruck "I didn`t climb Ayers Rock" ist zur Zeit beliebter, als die Angabe, ihn bestiegen zu haben. |
Quelle: Internet |
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