Genius Loci
Der Geist des Ortes

 
 

OBEN
Heilige Berge
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Garhwal-Himal
Garhwal-Himal

»Es ist unmöglich, beim Anblick des trüben Wassers, das aus einer schwarzen Höhle unter einer eindrucksvollen Eiswand am Ende des Gangotri-Gletschers austritt, gleichgültig zu bleiben: Hier beginnt der Ganges, nicht breiter als 10 Meter, seine 1500 Meilen lange Reise . . . Dies ist ein physikalisches und spirituelles Wunder, wie man es wohl in keinem anderen Teil der Erde findet.«
Eric Shipton (1934)

er Garhwal-Himal (Garwhal-Himal), das Land der heiligen Berge, Seen, Flüsse und Pilgerorte, ist für die Inder der wichtigste Teil des Himalaya. Wie in kaum einer anderen Region Indiens wird hier die enge Verbindung von Natur und Religion deutlich.

Eingerahmt von Gipfel über 7000 Meter, befindet sich hier zu Füssen des Shivling die heilige Quelle des Ganges, auch Kuhmaul oder Gaumukh (Gaumuck) genannt, das Gletschertor des Gangotri-Gletschers.

"Die Mutter Ganga" entspringt, im Gegensatz zu den anderen Kailash-Flüssen, nördlich der Hauptkette des Himalaya. Auch der Ganges hat mehre Quellflüsse, von denen drei, der religiösen Tradition entsprechend, heilig sind.

Gletschertor
Das Gletschertor Gaumukh

Neben dem Alaknanda und dem Dhauli ist der Bhagirati der heiligste Quellfluss. Verknüpft mit dem Namen dieses Flusses ist die Sage von König Bhagirata. Diese erzählt, dass einst Shiva König Bhagiratas sehnlichsten Wunsch erfüllte, als er das heilige Wasser auf die Erde brachte, das seither als mächtiger Fluss Ganges mit seinen drei Quellflüssen ein riesiges, vorher trockenes Gebiet durchströmt. Seine Quelle ist das mit Gaumukh bezeichnete Gletschertor des Gangotri-Gletschers in ca. 4200 m Höhe.

Dieser 2 bis 4 km breite Gletscher hat eine Länge von 24 km. Über seine Flächen erheben sich die drei Bhagirathi-Spitzen und der mit 7.084 m hohe Shivling.

Unterhalb des Gletschers liegt der Pilgerort Gangotri. Im Bhagirthi-Tempel wird hier die Göttin "Ganga" verehrt, weitere Tempel sind Shiva geweiht, von hier starten die Pilger ihre Reise zur Gangesquelle. Zehntausende besuchen jährlich die Heiligtümer in den oberen Tälern des Garhwal-Himal. Eremiten, Sadhus und heilige Männer leben hier seit Menschengedenken in der Abgeschiedenheit des Hochgbirges in Höhlen, einfachen Hütten oder unter Felsen und üben sich in Meditation und Askese. Durch Yoga-Übungen sind einzelne von ihnen in der Lage, den Winter in Höhen von ca. 4000 Meter zu verbringen, und das mit wenig Nahrung und Kleidung.

Bhagirthi-Tempel
Bhagirthi-Tempel

Die Berge des Garhwal-Himal sind mit Höhen bis zu 7800 Metern nicht die höchsten, aber ihre majestätischen Gestalten sind von außerordentlicher Schönheit. Viele von ihnen wie der Nanda Devi, Shivling (Phallus Shivas) und Trishul (Trisul) (Dreizack Shivas) werden als heilig verehrt.

 

Shivling Shivling

Der Shivling mit seinen fast senkrechten Granitwänden und seiner eisbedeckten Kappe, ist mit 6543 m nicht der höchste, aber wohl der schönste und wildeste Berg im Garhwal-Himal. Er ist dem Gott Shiva geweiht - ein Symbol seiner Schöpferkraft.

 
Nanda DeviNanda Devi

Der Nanda Devi ist mit 7820 Meter der höchste Berg im zentralen Himalaya und auch Indiens. Es ist der heilige Berg der Göttin Devi, der Shakti der heiligen Gefährtin des Shiva.
Schlagzeilen in der Weltpresse machte der Nanda Devi im Jahr 1965, als die CIA im Gipfelbereich einen Plutonium-Generator für ein Satelliten-Ortungssystem installierte, das mit dem Plutoniumbehälter durch eine Lawine verlorenging. Die Gefahr einer Verseuchung der

Ganga besteht bis auf den heutigen Tag! Der Nanda Devi ist ein geschützter Berg und darf nicht bestiegen werden.

  
TrishulTrishul

Dreizack Shivas



  
Zun Thema

Für den Wanderer ist die Region um den Garhwal-Himal eine der "leichtesten" im Himalaya-Raum. Die Anreise ist von Dehli aus mit Bussen schnell und bequem. Verbunden werden die heiligen Stätten durch landschaftlich abwechselungsreiche Trekking-Routen.

OM

Quelle: Internet; Olschak u.a., Himalaya, vgs; Gratzel,K., Mythos Berg, Hollinek


OM MANI PADME HUM
OM! Juwel im Herzen des Lotus!HUM!

© emmet 4-2008

 

 

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