Genius Loci
Der Geist des Ortes

 
 

OBEN
Heilige Berge
A
Gaurishankar

m tibetisch-nepalesischen Grenzraum, ca. 60 km westlich des Mount Everest, erhebt sich die imposante Erscheinung des 7145 m hohen Gaurishankar (Gaurisankar). Der von Buddhisten und Hindus gleichzeitig verehrte Berg ist der heiligste Nepals, seine religiöse und mythologische

Bedeutung ist für die Einheimischen sehr gross. Bis 1979 respektierte die nepalische Regierung den Wunsch seiner Bewohner, den heiligen Berg unbestiegen zu lassen, beugte sich dann aber dem Druck der fremden Alpinisten.


Die in den unteren Tälern lebenden Hindus haben eine gute Sicht auf den gewaltigen Berg. Der Doppelgipfel, Gauri - Shankar, wird für sie von den hinduistischen Gott Shiva und seiner Gemahlin Parvati bewohnt, die dem Berg auch ihren Namen gaben.

Gaurishankar
Der Doppelgipfel des Gaurishnkar

Der Südgipfel Gauri , übersetzt etwa weiss oder hell, wird von der "Goldenen Göttin" und Gemahlin Shivas Parvati, in anderen Erscheinungsformen Kali oder Drugpa genannt, bewohnt. Shiva selbst residiert auf dem höheren Gipfel Shankar (Sankar, Sankara). Nach dem Glauben der buddhistischen Sherpas, die aus dem Solo Khumbu nur den Südgipfel sehen können, ist er der Sitz der ältesten der "fünf Feengöttinnen des langen Lebens" der "Urmutter" Tashi Tseringma, die auch auf dem Chomohari eine Wohnstatt hat.

Die grossen buddhistischen Heiligen Padmasambhava und Milarepa, sollen zu Füssen des Gaurishankar in Höhlen an den Hängen des Berges meditiert haben. Ein anderer Name ist Chin-go-pa-mar-ri, unter dem er in Tibet und Nordnepal bekannt ist.

Schreibweisen: Gaurishankar, Gaurisankar, Gauri Shankar, Gauri Sankar

 

Zun Thema

Ende der fünfziger und Anfang der sechziger Jahre erhielten Bergsteiger die Erlaubnis, den Gaurishankar zu besteigen. Aber allen Versuchen zum Trotz, auch von tibetischer Seite, gelang keiner dieser Versuche. Danach wurden die Grenzen Nepals für Bergsteiger geschlossen. Immerhin bis 1979 hielt die nepalische Regierung dem Druck der vielen Bergsteiger stand, die den Gipfel unbedingt ersteigen wollten. Schlisslich gaben die verantwortlichen Beamten dem Drängen gegen den Willen der eigenen Bevölkerung nach und verkauften den Gipfel. Er war in diesem Zusammenhang allerdings nur für Expeditionen reserviert, die auch einen hohen Anteil an Nepalesen in ihren Reihen hatten.

Quelle: Internet; Gratzl, K., Mythos Berg, Hollinek; Fanshawe, A.,Venabeles, St. ,Himalaya, Bergverlag Rother; A. Gruschke, Die Heiligen Stätten der Tibeter, Diedrichs Gelbe Reihe; Olschak u.a.,Himalaya, vgs


OM MANI PADME HUM
OM! Juwel im Herzen des Lotus!HUM!

© emmet 4-2008

 

 

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