Genius Loci
Der Geist des Ortes

 
 

OBEN
Heilige Berge

Heilige BergeHeilige Berge

»Im Norden gibt es den göttlichen König der Berge, Himalaya mit Namen; einem Messstab der Erde gleich, steht er da, eingetaucht in den östlichen und westlichen Ozean.«
Kalidasa, Kumarasambhava,1. 1-2

 

berall auf dem Globus gibt es Berge, die eine besondere Verehrung genießen . Es sind die heiligen Berge, denen der Mensch auch heute noch mit Ehrfurcht gegenübertritt.

Gerade Asien, als spirituelles Zentrum dieses Planeten und Gegenpol zum materiellen Westen, ist voller heiliger Orte und Berge, was sicherlich kein Zufall ist. Diese Kraft, die die höhere Natur der Menschen beseelt, ist in Asien im Überfluss vorhanden.

Heilige Berge und Bergheilig-tümer im Hochgebirge - ein Vergleich
ASIEN

EINFÜHRUNG

Tibetische Berggötter

"5 Schwestern d. l. Lebens"

-Amnye Machen

-Annapurna

-Arunachala

-Bönri

Chomolangma/M.Everest

-Chomolhari

-Gaurishankar

-Garhwal-Himal

-Girnar

-Gurla Mandhata

-Kailash

-Kangchendzönga

-Kula Kangri

-Lapchi Kang

-Nyenchen Thanglha

-Sanchi

-Shatrunjaya

-Takpa Shelri

-Yarlha Shampo

-Adam`s Peak

-Wutai Shan

-Fuji

-Miwa

-Ararat

Mythische Berge

-Meru-Weltenberg

-Zangdong Palri

AUSTRALIEN

-Ayers Rock

EUROPA

EINFÜHRUNG

-Olymp

-Parnass

-Athos

-Monte Verita

-Croagh Patrick

-Kasbek

-Montserrat

Amerika

-Mateo Tepee / D. Rock

-San Francisco Peaks

Afrika

-Kilimanjaro

-Ol Doinyo Lengai

In Vorbereitung:
Aconcagua (Argentinien)

Hier liegt die Wiege der drei grössten Weltreligionen: Islam, Hinduismus und Buddhismus; hier gab es schon Hochkulturen, als Europa noch in Barbarei harrte. In Asien stehen die heiligen Berge "als Symbol für Triumph und menschliche Erneuerung, als Symbol des spirituellen Aufschwungs zu den selbstlosen Höhen des Friedens über die tiefen Täler der Weltlichkeit, wo die Menschen in die Illusionen ihres eigenen Tuns verstrickt leben" (W.Y. Evans-Wentz).

Schon in den indischen Veden, den frühesten Zeugnissen religiösen Schrifttums, werden die Gottheiten auf den Bergen beschrieben, uralte buddhistische Texte berichten in Mythen und Legenden von den Göttern, die ihren Wohnsitz auf Bergen haben. Insbesonere der Himalaya zeugt von der Kraft der Berge als heilige Orte. Auch in Indien, China, Japan und im Iran finden wir unzählige Gipfel, die seit prähistorischen Zeiten geheiligt sind. Auf den Gipfeln des Vulture-Gebirges in Zentralindien erklärte Buddha seinen Jüngern das Dharma, auf dem Berg Hera in Arabien übermittelte der Engel Gabriel Mohamed die Suren des Korans und für die Japaner sind neben dem Fuji und Miwa alle Berge heilig. Der Adam´s Peak im Süden Ceylons ist der einzige Berg, der von Menschen aller vier grossen Religionen verehrt wird.

Der Himalaya - Das heilige Gebirge

In Asien ist insbesondere der Himalaya (mitTibet) jener Ort, der am meisten von der Spiritualität und Religiösität seiner Bewohner durchdrungen ist. Gerade hier wird man, wie sonst wohl nirgendwo, besonders vom "genius loci" erfasst. Der aus dem Sanskrit stammende Name "Himalaya" bedeutet "Schneewohnstätte". Dieses Gebirge mit seinen eis- und schneebedeckten Gipfeln ist in jeder Beziehung aussergewöhnlich - hier gibt es nicht nur die höchsten Berge unseres Planeten, sondern auch die heiligsten.

Aber nicht nur Berge erfahren Respekt und Achtung, auch Flüsse und Gebirgsseen sind Stätten der Verehrung und Andacht. In keinem anderen Gebirge begegnet der Besucher so häufig den Zeichen der tiefen Religiösität seiner Bewohner. Diese Beziehung drückt sich in der einfachen Zeichnung eines Buddha bis hin zum monumentalen Sakralbau aus. Neben der Betrachtung der Berge als Göttersitze, verehrte man sie auch als Aufenthaltsorte der Seelen der Ahnen oder wurden, vor allem in vorbuddhistischer Zeit, selbst als Ahnen angesehen.

So spürten die Bewohner Tibets in der Landschaft schon immer die Gegenwart höherer, mächtiger Kräfte. Sie wussten, dass ihr Land von unsichtbaren Göttern, Lokalgottheiten, Geistern und Dämonen bewohnt war, die Berge, Pässe und Seen bewachten und sogar in ihren Häusern wohnten. Jede Region hatte einen Hauptgott oder Bergahnen, der sich auf einem bestimmten Berg niederliess und ihm dadurch besondere Sakraliät verlieh , sie waren die "Seele" des Landes, sorgten für das Wohl der Menschen.

  Lokapala Tibetische Berggötter
 

Die Menschen Tibets spürten in der Landschaft schon immer die Gegenwart höherer, mächtiger Kräfte. Sie wussten, dass ihr Land von unsichtbaren Göttern, Lokalgottheiten, Geistern und Dämonen bewohnt war, die Berge, Pässe und Seen bewachten und sogar in ihren Häusern wohnten.
[... mehr]

   
 
"Fünf Schwestern des langen Lebens"
 

Miyo Langsangma und ihre Schwester Tashi Tseringma sind die bekanntesten der "fünf Schwestern des Langen Lebens", die auch "Feengöttinnen des Langen Lebens" genannt werden. Neben ihren beiden Schwestern, residieren Thinggi Shelsangma, Chöpen Drinsangma, Tekar Drosangma ebenfalls auf bedeutenden Riesen des tibetisch-nepalesischen Himalaya und repräsentieren so die furchterregende spirituelle Kraft der hohen Gipfel.
[... mehr]

   
  Amnye Machen
 

Im weitgehend unbekannten Nordosten Tibets, erhebt sich in der Provinz Amdo das gewaltige Massiv des 6282 Meter hohen Amnye Machen. Was für den Westen Tibets der Kailash ist, ist für den Osten Tibets dieser Heilige Berg.
[... mehr]

   
  Annapurna Annapurna
   

Die 8091 Meter hohe Annapurna, »Göttin der Fülle« oder auch die »Nahrung spendende Göttin«, zeigt sich schon aus der Ebene von Pokhara mit der Südwand, falankiert vom Machapuchare, in ihrer imposanten Eleganz.
[... mehr]

   
  Arunachala
   

Der Arunachala ist mit einer Höhe von ca. 980 m einer der heiligsten Berge des hinduistischen Indiens und erhebt sich über der südindischen Stadt Tiruvannamalai, ca. 150 km entfernt von Madaras. Sein kahler Kegel aus rötlichem Vulkangestein gehört zu den ältesten irdischen Gesteinsformationen und war Aufenthaltsort von Sri Ramana Maharshi, "einem der größten indischen Meister", und ist noch heute Kultstätte der jährlichen Licht- Manifestation Shivas.
[... mehr]

     
  Bönri
   

Der 4685 m hohe Bönri oder Kongpo Ri, " Der Berg des Bön", erhebt sich in der tibetischen Kongpo-Region nahe der Stadt Ningchi (Nyingtri), südöstlich von Lhasa. Der Bönri als heiligster Berg und wichtigster Kraftplatz der Bön-Religion, steht ganz im Zeichen ihres Gründers Tönpa Shenrab Miwoche.
[... mehr]

     
  Chomolangma Chomolangma / Mount Everest
   

Ein alter Mythos berichtet, das die Feengöttinn Miyo Langsangma, es liebte, auf dem Gipfel eines hohen Berges zu stehen um von dort das Panorama der Welt zu betrachten. Da die Göttin von allen Menschen sehr geschätzt wurde, siedelten sie am Fusse des Berges. Der Berg den die Feengöttin Miyo Langsangma sich ausgesucht hatte lag im Tibet und war der höchste Berg der Welt, der auch nach ihr benannt wurde: Chomo Miyo Langsangma oder kurz Chomolangma oder in der Sprache des 20. Jahrhunderts: Mount Everest.
[... mehr]

   
  Gautishankar Gaurishankar
   

Der sich im tibetisch-nepalesischen Grenzraum befindende 7134 Meter hohe Gaurishankar, ist mit seinem Doppelgipfel der Sitz der Göttin Tashi Tseringma, die auch auf dem Chomohari eine Residenz hat. Die Sherpas im Solo Kumbu , die nur den Südgipfel sehen, nennen ihn Jomo Tseringma.
[... mehr]

   
  Garhwal-Himal Garhwal-Himal
   

Der Garhwal Himal, das Land Berge, der heiligenSeen und Flüsse, ist für die Inder der wichtigste Teil des Himalaya. In diesem, an Nepal grenzenden Teil, entspringen die Quellflüsse des Ganges. Eingerahmt von Gipfel bis über 7000 Meter, befindet sich hier die heilige Quelle des Ganges, auch Gaumukh oder "Kuhmaul" genannt, das Gletschertor des Gangotri-Gletschers.
[... mehr]

     
  Girnar
   

Der westlichste indische Bundesstaat, Gujarat, hat für die Jaina, die Anhänger der friedliebenden Jain-Religion, eine besondere Bedeutung. Hier leben nicht nur mehr Jaina als in anderen Bundesstaaten, hier erheben sich auch zwei der fünf wichtigsten heiligen Berge mit ihren berühmten Tempeln: die heiligen Berge Ginar und Shatrunjaya.
[... mehr]

     
  Chomolhari Chomolhari
   

Der Chomolhari ist der heilgste Berg des kleinen Himalaya-Saates Bhutan. Berggottheiten, Yül-lha, spielen im Leben der Einwohner eine grosse Rolle. Sie sind den Menschen viel näher als die Gottheiten im Himmel und beschäftigen sich mit menschlichen Angelegenheiten. Die Berge gelten weiterhin als Aufenthaltsorte der Seelen der Ahnen oder werden auch selbst als Vorfahren der eigenen sozialen Gruppe gesehen.
[... mehr]

   
  Gurla Mandhata
   

Südlich der heiligen Kailash-Manasarowar-Region erheben sich aus der tibetischen Hochfläche die fünf Gipfel der Gurla Mandhata. Dieses gewaltige Gebirgsmassiv mit seinem langgezogenen Gipfelkamm, ist mit einer Höhe von 7730 m der dritthöchste Berg Tibets.
[... mehr]

     
  Kailash
   

In alten buddhistischen Schriften und Sanskrit-Texten wird der Berg Kailash als Meru, "Nabel der Welt" bezeichnet. Über Jahrtausende inspirierte er die Menschen und ist für Millionen von Hindus, Buddhisten, Jains und Anhänger der Bön-Religion der Mittelpunkt des Universums.
-Einführung
-Der Kailash als Zentrum eines "natürlichen" Mandalas
-Der Kailash als Weltenberg Meru
"Der kostbare See"-Der Manasarowar-See
-Der "hinduistische" Kailash
-Der Kailash und die Jain-Religion
-Der Kailash und der tibetische Buddhismus
-Tise - der heilige Berg des Bön
-Die Kora

   
  Kula Kangri Kula Kangri
   

Im Süden, direkt an der Grenze zwischen Bhutan und der südtibetischen Landschaft Lhoka erhebt sich der zu den klassischen "vier heiligen Berge Tibets" gehörende 7538 Meter hohe Kula Kangri, auf dem eine Berggottheit gleichen Namens ihre Residenz hat.
[... mehr]

   
  Kangchendzönga Kangchendzönga
   

Der im Grenzgebiet von Sikkim, Nepal und Tibet liegenden Berg Kangchendzönga (Kangchenjönga) ist mit 8598 Metern der heiligste unter den Achttausendern und ist Sitz der gleichnamigen Bergottheit Kangchendzönga, die als Erscheinungsform Vaisravana gilt.
[... mehr]

   
  Lapchi Kang Lapchi Kang
   

Zwischen den Achttausendern Cho Oyu und Shisha Pangma befindet sich die über 7000 m hoch aufsteigende Bergkette des Lapchi Kang, mit dem Gleichnamigen Hauptgipfel von 7367 m. Auf den Gipfeln thronen die Gottheiten Chana Dorje (Vajrapani), Jampeyang (Manjushri), Demchok und Chenresi.
[... mehr]

     
  Nyenchen-Thanglha Nyenchen Thanglha
   

Der ca. hundert Kilometer nordwestlich von Lhasa gelegene Nyenchen Thanglha hat eine Höhe von 7162 Metern und ist die höchste Erhebung sowohl in der Nyenchen-Thanglha-Kette, als auch im östlichen Transhimalaya. Auf dem ihm residiert die namensgleiche und wohl bedeutendste Gottheit der "vier Heiligen Berge Tibets" und ist damit ist wichtigste dieser vier klassischen Berggötter .
[... mehr]

     
  Sanchi
   

Auf dem heiligen Berg Sachi befindet sich der älteste und besterhaltenste buddhistische Stupa- Komplex Indiens. Erbaut wurden diesese bedeutenden buddhistischen Bauwerke vom 3. König der Maurya-Dynastie Kaiser Ashoka. Zwischen 200 v. Chr. und 600 n. Chr. war Sanchi eines der Hauptzentren der buddhistischen Kultur und des Klosterwesens in Indien.
[... mehr]

     
  Shatrunjaya
   

Indiens westlichster Bundesstaat, die Halbinsel Gujarat, ist berühmt als der Geburtsort Mahatma Gandhis und als der letzte Zufluchtsort der asiatischen Löwen. Mit dem ca. 700 m hohen Shatrunjaya bei Palitana, ist hier auch der be- deutendste der fünf heiligen Berge der Jaina zu finden. Sein Gipfelbereich ist mit einer Vielzahl von bedeutenden Tempel überzogen.
[... mehr]

     
  Takpa Shelri
   

An der Grenze zum indischen Bundesstaat Arunachal Pradesh, erheben sich über dem südtibetischen Tsari-Tal, die schneebedeckten Gipfel der bis zu 5735 n hohen sakralen Takpa-Shelri-Kette. Es ist ein Ort von ungewöhnlicher Schönheit, ragen doch die Schneeberge jäh aus dem üppigen Grün des Dschungels. Als heiliger Berg ist er für viele Tibeter eines der wichtigsten Pilgerziele und von grosser Bedeutung.
[... mehr]

     
  Yarlha Shampo Yarlha Shampo
   

Auf der rechten Seite des Yarlung-Oberlaufs, ca. 90 km südöstlich von Lhasa, erhebt sich der 6632 m hohe Yarlha Shampo. Er ist der östlichste der klassischen "vier heiligen Berge Tibets" die in den alten Mythen aus der Zeit der Bön-Könige Tibets eine Rolle spielten.
[... mehr]

     
  Adam´s Peak
   

Der Adams Peak hat eine ausserordentliche überregionale Bedeutung. Die einem Fuss ähnliche Vertiefung auf dem felsigen Gipfel ist vier Religionen heilig: Buddhisten, Hindus, Muslimen und Christen.
[... mehr]

     
  Wutai Shan
   

"Goldener Wutai, Silberner Putuo, kupferner Emei und eiserner Jihua" Chinesisch buddhistischer Spruch
[... mehr]

     
  Fuji Fuji
   

Mit einer Höhe von 3776 Metern ist der Vulkan Fuji der höchste Berg Japans. Einer alten Erzählung nach, soll der Berg in einer Nacht während eines Erdbebens zu seiner derzeitigen Höhe emporgestiegen sein. Die Verehrung des Fuji hängt mit seinem vulkanischen Charakter zusammen. Als ungebärdiger und den Hochmut strafender Berg ist er in der ältesten Literatur Japans eingegangen.
[... mehr]

   
  Miwa Miwa
   

Der Miwa oder Miwa-no-yama erhebt sich dichtbewaldet am südöstlichen Rand der Nara-Ebene. Trotz seiner geringen Höhe von nur 467 Metern ist er für die Japaner ein besonderer Berg: er gilt als der schönste und heiligste Berg des Landes; noch nie soll ein Mensch ihn betreten haben.
[... mehr]

   
  Ararat Ararat
   

Schon von weitem mit seinen ausgedehnten Schneefeldern sichtbar, erhebt sich aus der weiten Talebene des Araxes in Anatolien, dem Zentrum des armenischen Hochlandes, jener Berg, auf dem nach der biblischen Sintflut die Arche Noahs gestrandet sein soll und den die Türken Agri dagi (Schmerzensberg), die Armenier Masis, die Perser Kûh-i Nuh und die Europäer Ararat nennen.
[... mehr]

   
  Uluru Uluru/Ayers Rock
   

Der Uluru oder Ayers Rock markiert mit seinen 348 Metern Höhe und 9 Kilometer Umfang fast die Mitte Australiens. Es scheint, als hätte der Erschaffer der Traumzeit in der Mythologie der australischen Ureinwohnern, den Platz mit bedacht ausgewählt. Der größte Monolith der Welt ist schon von weitem sichtbar, und den Aborigines, den australischen Ureinwohnern, seit Menschengedenken heilig.
[... mehr]

     
   
OM MANI PADME HUM
OM! Juwel im Herzen des Lotus!HUM!

© emmet 8-2008


 

Counter by WebHits Counter