Genius Loci
Der Geist des Ortes

 
 

OBEN
Heilige Berge

Heilige Berge
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n Europa sind es vor allem drei heilige Berge, die die religiösen Vorstellungen des "alten Europa" mit prägten: die griechischen Berge Olymp, Parnass und der Berg Athos.
Aber auch in anderen Länder Europas gibt es Berge, die als Wohnstätten

der Götter, Kraftzentren oder Wallfahrtsorte ihren Platz in der sakralen Bergwelt einnahmen - und auch noch einnehmen. Wie im Himalaya waren auch sie Schauplätze grosser Mythen und Orte wo sich Himmel und Erde, Mensch und Gott begegneten.

Denken wir im Zusammenhang mit Europa an heilige Berge, fällt es schwer Berge zu finden, denen man dieses Attribut anhängen kann. Dem humanistisch Gebildeten fallen natürlich sofort Olymp und Parnas ein, der mehr religiös orientierte wird sicher an den heiligen Berg Athos denken, aber zu mehr reicht es im Moment nicht. Zu recht, sind sie doch auch Wahrzeichen der europäischen Kultur und Geistesgeschichte.

Heilige Berge
Heilige Berge und Bergheilig-tümer im Hochgebirge - ein Vergleich
EUROPA

-Olymp

-Parnass

-Athos

-Monte Verita

-Croagh Patrick

-Kasbek

-Montserrat

ASIEN

EINFÜHRUNG

Tibetische Berggötter

"5 Schwestern d. l. Lebens"

-Amnye Machen

-Annapurna

-Arunachala

-Bönri

Chomolangma/M.Everest

-Kailash

-Chomolhari

-Garhwal-Himal

-Girnar

-Gurla Mandhata

-Gaurishankar

-Nyenchen Thanglha

-Kangchendzönga

-Kula Kangri

-Lapchi Kang

-Sanchi

-Shatrunjaya

-Takpa Shelri

-Yarlha Shampo

-Adam`s Peak

-Wutai Shan

-Fuji

-Miwa

-Ararat

Mythische Berge

-Meru-Weltenberg

-Zangdong Palri

AUSTRALIEN

-Ayers Rock

Amerika

-Mateo Tepee / D. Rock

-San Francisco Peaks

Afrika

-Kilimanjaro

-Ol Doinyo Lengai

In Vorbereitung:
Aconcagua (Argentinien)

So thront Zeus "umtönt von unsterblichen Weisen apollinischer Musik, erfüllt vom seligen Glück der göttlichen Unsterblichkeit" in der Runde seiner Götter auf dem griechischen Olymp.
Durch die Musen, die als Töchter des Zeus auch auf dem Olymp beheimatet sind, steht er für Harmonie und Schönheit in der Kunst. Im Osten Mittelgriechenlands erhebt sich gut sichtbar das Massiv des Parnass, dem zweiten wichtigen Götterberg im alten Griechenland. Den Griechen nach liegt hier die Wiege der Menschheit.
Auch der heilige Berg Athos hat seine Ausstrahlung bis in die heutige Zeit bewahrt und ist Ort für innere Ruhe und Frieden geblieben.

Aber unser Kontinent weist noch eine grössere Anzahl an Kraftorten und heiligen Bergen auf. Nur - uns aufgeklärten und gebildeten Europäern ist das Wissen um diese Orte in der Regel verloren gegangen.
Insbesondere die Alpen, aber auch alle anderen Gebirge Europas, sind reich an Bergen von besonderer Bedeutung. Da gibt es in der Provence den Mont Ventoux, der nicht nur den Radfahrern heilig ist, sonder auch den Kelten schon heilig war. Die "Sacri Monti", die "Heiligen Berge", sind eine typische Erscheinungsform der italienischen Voralpen im Piemont und der Lombardei. Sie erinnern an den Weg Christi auf den Kalvarienberg, den Aufstieg zum Göttlichen. Da wäre in Irland der Croagh Patrick, wo der heilige Patrick, der Landespatron Irlands meditierte, in Slowenien der Tiglav....

Unter dem noch jungen Begriff "Landschaftsmythologie" , der Archäologie, Ethnologie und Mythenforschung zusammenbringt und interdisziplinär verknüpft, werden Mythos und Kult der Alpen erforscht. Gerade im Zusammenhang mit den Alpen verweise ich auf die Bücher von Hans Haid, insbesondere auf sein Buch "Mythos und Kult in den Alpen" (Rosenheimer-Verlag), die ich dem interessierten Lesern ans Herz legen möchte. Im gleichen Verlag erscheint 2003 als Fortsetzung "Magische Stationen in den Alpen" (Arbeitstitel) mit neuen Ergebnissen.
Haid ist Mitarbeiter einer kleinen Gruppe von Forschern um den Schweizer Germanisten, Ethnologen und Autor Kurt Derungs, die diesen ganzheitlichen Ansatz konsequent umsetzt. Auch der Verlag edition amalia ist auf diesem Gebiet, allerdings in der Regel auf die Schweiz konzentriert, aktiv.

In diesem Zusammenhang sei noch auf die Arbeit von Rainer Limpöck hingewiesen, der unter dem Titel Alpen-schamanismus bzw. Alpenschamanismus-Netzwerk sehr informative Seiten mit einer Vielzahl von Informationen und Links zu den Themenbereichen Alpenkraft - Kraftorte - Kraftwandern betreibt.


  Olymp Olymp
   

Wer heute den Gipfel des 2917 Meter hohen Olymp erwandern will, tut dies in dem Bewusstsein, heiligen Boden zu betreten. Um keinen anderen europäischen Berg ranken sich so viele Mythen und Legenden, kein anderer europäischer Berg kann es mit dem Götter-Panthenon des Olymp aufnehmen, ist von grösserer geistes- oder kulturgeschichtlicher Bedeutung.
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  ParnassParnass
   

In der Landschaft Phokis gelegen, steigt der Parnass, einer der majestätischsten Berge Griechenlands, mit seinem Hauptgipfel Liakoúra zu einer Höhe von 2459 m auf. Am Fuß des Parnass liegt die Orakelstätte des Gottes Apollon: Delphi. Doch der Berg gehörte nicht nur diesem Gott allein. Apollon teilte ihn, insbesondere zu bestimmten Jahreszeiten, mit seinem Widersacher und Widerpart: Dionysos.
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  Athos Athos
   

Der Athos ist der östlichste der drei Finger der makedonischen Halbinsel Chalkidiki und wird in seiner gesamten Länge von einem Gebirgsrücken durchzogen, der sich am Ende zu einem gewaltigen Gipfel von 2033 Metern Höhe auftürmt, dem Berg Athos.
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  Croagh Patrick
   

Der Croagh Patrick, Irlands heiliger Berg, ragt unweit von Westport unvermittelt 753 Meter hoch aus dem weiten Küstenvorland. Dieses uralte Pilgerziel der irischen Insel ist ein steiniger Berg, auf den die Pilger teilweise mit bloßen Füßen wallfahren - zum Gedächtnis an die Christianisierung Irlands durch den heiligen Patrick.
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  Monte Verita
   

Der Monte Verita ist zwar kein "echter" heiliger Berg, aber trotzdem versuchte man auf im die "Wahrheit " zu finden.
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  Montserrat
   

Der Montserrat hat offenbar schon sehr früh eine religiöse Bedeutung erhalten. Belegt ist, das schon in vorchristlicher Zeit hier ein Venustempel gestanden haben muss, der , so berichtet die Legende, durch den Erzengel Michael zerstört wurde.
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  Kasbek
   

Der Kasbek ist , wie der Elbus ( 5633 m) als höchster Berg des Kaukasus, ein heiliger Berg. Nicht nur der Gipfelbereich, sondern das gesamte Gebiet mit seinen Anhöhen und Tälern, genießt bei den Georgiern eine besondere religiöse Verehrung. Die Ursprünge seiner Verehrung gehen bis zu den alten Griechen zurück, die den Kaukasus nach der deukalionischen Flut als die Wiege der Götter und das Ende ihrer Welt nach Norden betrachteten.
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OM MANI PADME HUM
OM! Juwel im Herzen des Lotus!HUM!

© emmet 4-2008

 

 

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