 Der Geist des Ortes
| | |  OBEN | |  | wischen den Achttausendern Cho Oyu und Shisha Pangma befindet sich die über 7000 m hoch aufsteigende Bergkette des Lapchi Kang, mit dem Gleichnamigen Hauptgipfel von 7367 m. Auf den Gipfeln thronen die Gottheiten Chana Dorje (Vajrapani), Jampe- | | yang (Manjushri), Demchok und Chenresi. | | Für die Buddhisten ist er ein sehr bedeutender Heiliger Berg, da Milarepa hier bis zu seinem Tode lebte und wirkte. Bis ins hohe Alter wurde er immer wieder von Gläubigen aufgesucht. Milarepa kämpfte hier siegreich gegen eine Vielzahl von örtlichen Dämonen und Gottheiten und das Gebiet um den Lapchi Kang wurde langsam zu einem der heiligsten Stätten des buddhistischen Glaubens. Davon | | zeugen zahlreiche Klöster, Höhlen und Einsiedeleien, die mit dem Dichterheiligen am Lapchi Kang in Zusammenhang stehen und im Rahmen einer Wallfahrt zwischen dem tibetischen Dorf Tingri und der Nyalam-Schlucht besucht werden können. |  Milarepa | | Das wichtigste Domizil Milarepas war das an der Südseite des Lapchi Kang gelegene Kloster Lapchi bzw. La Rinpoche, "Kostbarer Hügel ". Unweit des Klosters in den Bergen liegt die Höhleneinsidelei Ramding Nan Puk, in der Milarepa mit seinen Schülern weilte. Eine Legende berichtet von einem Besuch wohlhabender Gönner bei Milarepa, die darüber entsetzt waren, den Meister nackt und mit entblösster Scham in der Höhle sitzen zu sehen. Einer der Besucher bot ihm zur Bedeckung | | seiner Blösse schliesslich ein Stück Tuch an. Milarepas Antwort war ein Lied in dem er berichtete, das er jede Ablenkung, seine Heimat, Erziehung, Besitz und Scham, durch seine Aufenthalte in den Einsideleien vergessen habe, Buddhaschaft sei Loslassen von allem. "Um nichts mich kümmernd, lebe ich, wie es mir gefällt. Eure sogenannte Scham erzeugt nur Falschheit und Betrug. Wie könnte ich vorgeben, dies nicht zu wissen." | | Die tantrische Gottheit Demchok hat hier, neben dem Kailash und Tsari, eine seiner drei Residenzen, die als "Körper, Rede und Geist" der Gottheit aufgefasst werden. In Gestalt des zornigen Demchoks, so berichtet einen alte Legende, begab sich einst der Buddha Sakyamuni zum Lapchi Kang, um die dortigen ihr Unwesen treibenden Dämonen in ihre Schranken zu weisen. |
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