 Der Geist des Ortes
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ie buddhistische Tradition enthält sich in der
Regel der Spekulation über das Jenseits. Dennoch gibt es neben
der schriftlichen Darstellungen im Agganna-Mythos, mit Guru Rinpoches
"ruhmreichem Kupferfarbenem Bergparadies ", Zangdog Palri, eine
bekanntere bildliche Darstellung.
|  | | Einer Legende nach, verliess Guru Rinpoche (Padmasambhava) einst Tibet und Dzambuling (Jambudvipa) auf dem weissen mythischen Pferd des Buddha-Dharma, von Dakinis getragen, um nach Zangdog Palri (Zangdok Pelris), in sein "ruhmreiches, kupferfarbenes Bergparadies" oder "südwestliches Paradies" zu reisen. | | Dieses Paradies, so heisst es, befindet sich irgendwo südlich von Indien (Madagaskar oder Afrika). Es liegt auf der Chamara- (Yak-Schwanz) Insel, die an anderer Stelle Ngayab Ling heisst, einer von zwei grossen Inseln, die Indien flankieren sollen, die von menschenfressende, dunkelhäutigen Dämonen (Rakshasas) bewohnt . Der Berg ragt, so die Überlieferung weiter, umgeben von einem grossen (kosmischen) Ozean, aus der Mitte der Insel. Der Form nach einem Mandala, werden die Tore von vier Wächterkönigen oder Nagas beschützt. An der Basis des Berges leben Einsiedler in Felsenhöhlen, und auf einem Pagodenpalst auf der Spitze, die bis in den Himmel Brahmas reicht, lehrt Padmasambhava in verschiedenen Erscheinungsformen . Umgeben |

Guru Rinpoche | | ist der Berg von acht fächerartig angeordneten kleineren Inseln, die entsprechend den acht Himmelsrichtungen von acht Richtungsbeschützern bewacht werden. |  | | In den bildlichen Wiedergaben , die natürlich in den verschiedensten Variationen auftreten, geht es nicht nur um eine reine Darstellung des Paradieses, sondern sie zeigen in ihrem grossen Detailreichtum auch die Gefahren,die dem Gläubigen auf dem |  |
langen Weg in das Paradies begegnen. "Das
"Bergparadies" Zangdog Palri, ist ein Land", so Keith Dowman,
" in dem der Gläubige in seinen Gebeten wiedergeboren werden
will, damit seine Meditationspraxis in der Gegenwart von Guru Rinpoche
reifen und zu einem meditativem Zustand werden kann. Hier kann die
Transformation der tibetischen Umwelt sinnlich erfahren werden."
(1) Der Berg oder das Paradies ist also psychisch
nicht existent und kann nur von jedem Gläubigen selber gefunden
werden - eine Rückkehr in den Kreislauf der Wiedergeburten
ist nicht mehr nötig. Insofern ist Zangdog Palri das
Reine Land Padmasambhavas.
| | In Klöstern der Nyingma-Schule wird Guru Rinpoches Paradies mit dem Pagodentempel manchmal abgebildet. Ein zerstörtes Kloster dieses Ordens in der tibetischen Provinz Kongpo, Lamaling Gompa oder auch Zangdok Pelri genannt, wurde wieder aufgebaut; über dem Kloster soll sich sein "ruhmreiches, kupferfarbenes Bergparadies" befinden. Dem berühmten Tibetologen R. de Nebesky-Wojkowitz verdanken wir den Hinweis auf eine in alten Bön-Texten gefundene Berggottheit mit dem Namen Zangdog Palri. |  | | Schreibweisen | Zangdog Palri, Zangdok Pelri, die tibetische Schreibweise ist Zangs mdogdpal ri. | | (1) Dowman, K., Geheimes heiliges Tiber, Atlantis | | | | Quelle: Internet; Dowman, K., Geheimes heiliges Tiber, Atlantis; Gratzl, K., Mythos Berg, Hollinek |
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